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cocoonclub-frankfurt: Mario Lohninger
 
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Sternekoch Mario Lohninger startete seine Karriere im österreichischen Maria Alm bei Zell am See – und das bereits mit vier Jahren. Über München, Los Angeles, New York und Paris landete der heute 33-jährige in Frankfurt, wo er seine Ideen in ein eigenes Gastronomiekonzept umsetzte: das Silk Bed Restaurant und das Micro Fine Dining Restaurant.
Als Enkel eines Bäckers half Mario schon als Kind beim Formen der Brötchen, und wenig später allabendlich in der Küche des Familienrestaurants, das sein Vater als Küchenchef leitete. Schon bald stand für ihn fest, dass auch er Koch werden würde. Mario ließ sich in Tirol zum Koch ausbilden und arbeitete anschließend in dem mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurant von Rudi und Karl Obauer. Sein Respekt vor der Kunstfertigkeit dieser beiden Meister der österreichischen Küche prägt ihn bis heute. Sie verstehen es, regionale und saisonale Zutaten traditionell zuzubereiten und ihnen gleichzeitig die nötige Raffinesse der gehobenen Küche zu verleihen.
Mit 19 Jahren ging Mario nach München in das Restaurant Tantris, das unter der Leitung des „Bocuse d’Or“-Finalisten Hans Haas steht. Nachdem er dessen exquisite Gourmetküche kennengelernt hatte, zog es den ambitionierten jungen Koch nach Amerika, wo er in New York für den Südtiroler Theo Schönegger und anschließend in L.A. für Spitzenkoch Wolfgang Puck arbeitete.
So sehr es ihm in den USA gefiel – er stellte bald fest, dass ihm beruflich eine Station fehlte: Frankreich. Ein Anruf bei Hans Haas genügte und wenige Wochen später konnte er in Paris bei Guy Savoy, einem der bekanntesten französischen Köche, anfangen.
Den Kopf voller Rezepte und Ideen aus Tirol, München, New York, L.A. und Paris kehrte Mario in die USA zurück. Als Sous-Chef von Pucks Restaurant in Palo Alto konnte er erstmals seine eigene Kreativität austesten und lernte, eine Küche zu führen. Puck hatte als einer der ersten Köche in den USA asiatische Einflüsse in die gehobene Küche eingeführt, und Mario stand hier mit einem japanischen Küchenchef und zahlreichen asiatischen Köchen Seite an Seite.
In Palo Alto traf Mario 1999 auf David Bouley, einen der innovativsten Gastronomen der New Yorker Restaurantszene. Der plante gerade ein neues Restaurant, inspiriert von der noblen und doch gelassenen Wiener Lebensart. In dem jungen Österreicher Mario fand er den richtigen Mann für die Umsetzung seiner Pläne, und Mario stellte als zukünftiger Küchenchef des Danube für Bouley eine Speisenauswahl zusammen, die bald selbst im verwöhnten New York Aufsehen erregen sollte.
Die New Yorker Feinschmecker reagierten begeistert auf Marios kreative, handwerklich makellose Küche österreichischen Ursprungs. Das Danube war 2000 das „Best New Restaurant“ des weltweiten Restaurant-Führers Zagat, erhielt eine mit drei Sternen bewertete, hervorragende Kritik der New York Times, zwei Sterne im Guide Michelin und wurde für den kulinarischen Oskar, dem „James Beard“, für das „Best New Restaurant“ in den USA nominiert. Es folgten mehrfach Caterings für Bill Clinton und die New Yorker Gesellschaft.
Regelmäßig zu Gast im Danube war die thailändische Prinzessin, die, begeistert von seinen Kochkünsten, Mario schließlich einlud, das Danube für zwei Wochen nach Bangkok zu versetzen. So organisierte Mario gemeinsam mit thailändischen Spitzenköchen ein Gala-Dinner für den König und die Königin von Thailand und genoss dafür die Gastfreundschaft der königlichen Familie. Seine zweite Asien-Reise führte ihn nach Japan, wo Mario auf Einladung einer der besten Kochschulen des Landes (Tsuji) als Gastkoch unterrichtete und seine Rezepte in deren Lehrprogramm übernommen wurden. Im Gegenzug erhielt er einen tiefen, lehrreichen und inspirierenden Einblick in die japanische Kochkunst. Der Terror-Anschlag vom 11.September 2001 brachte Mario Lohninger in die erschütternste und aufregendste Situation seines Lebens. Am Ground Zero kochte er für die Rettungsmannschaften und organisierte in den folgenden drei Monaten in Spitzenzeiten mit seinem 200-köpfigen Team 30.000 Mahlzeiten am Tag.
Neben der thailändischen Prinzessin war das berühmte Restaurant Danube Stammlokal für New Yorker Prominente aus Politik und Kultur. Ein Stammgast war auch DJ Sven Väth, der ihn Anfang 2004 von seinen Plänen für einen Club mit zwei Restaurants in Frankfurt begeistern konnte. Mario flog in die Mainmetropole und war sofort von dem außergewöhnlichen Gesamtkonzept des CocoonClubs überzeugt. Mit dem Silk Bed Restaurant und dem Micro Fine Dining Restaurant mit Bar und Lounge kann er seinen eigenen Kochstil umsetzen.
Mario Lohninger war 2002 Koch des Jahres des New York Magazins und ist Entdeckung des Jahres 2005 des Gault Millau: „Pasta, Sushi, Euro-Asiatisches und Österreichisches werden hier im Micro nicht zu einem internationalen Allerlei, sondern so auf den Punkt gebracht, dass man sich in mehreren Spitzenküchen zugleich wähnt, die Mario Lohninger bravourös zusammenführt“, so der Kommentar des Gourmet-Guides, der dem Micro Restaurant zwei und dem Silk Bed Restaurant drei von vier Hauben verleiht.
Auf Einladung der Lufthansa kreierte Lohninger die Menüs der First und der Business Class im Juli und August 2005. Im selben Jahr gewann er den ersten Preis für das beste Gastronomie-Konzept der Zeitschrift BUNTE und des Restaurantführers Tafelspitz.
Ein weiterer Höhepunkt in Mario Lohningers steiler Kochkarriere ist die Verleihung eines Michelin-Sterns im November 2006 für seine kulinarische Spitzenleistung im Silk Bed Restaurant.
Im Januar 2007 wurde dem frisch gebackenen Sternekoch die große Ehre zuteil, als Gastkoch im einzigartigen Restaurant Ikarus im Hangar-7 am Salzburger Flughafen drei Menüs zu komponieren. In diesem innovativen Gourmet- Restaurant, das unter dem Patronat des Jahrhundertkochs Eckart Witzigmann steht, bestimmt jeden Monat ein anderer internationaler Spitzenkoch die Speisekarte.